Mittwoch, 24. August 2022

23.8.22 Monola

165km zeigt mein Fahrradcomputer heute an: von Simpele über Imatra und dann oft nahe der Grenze durch Felder und Wiesen. Auf der Museumsstraße sah ich mir ein Museum in einer Kaserne von 1880 an. Da nicht viel los war in dem kleinen Haus, bekam ich eine Privatführung. Im Wesentlichen ging es um den Helden Simo Häyhä, der als Scharfschütze sehr erfolgreich gegen die Russen kämpfte.
Von dort war ich auch recht zügig in Imatra. Beim Lidl stand ein vepacktes Rad der Fahrradmanufaktur - ganz sicher ein Deutscher mit Ortliebtaschen und Ladegerät am Dynamo. Leider war der vor mir im Laden und kam auch noch nicht raus, als ich meine zwei Blätterteigteilchen verputzt hatte. Wenig später machte ich dann noch eine kurze Pause am Zufluss des Wasserkraftwerks in Imatra. Auf einem Anleger im Wasser gab es Brötchen, Wiener und Trinkjoghurt. 5km weiter nochmal kurz Halt bei den entleerten Vuoksi-Stromschnellen. Bis 18 Uhr wollte ich sicher nicht warten.
Es war gutes Fahrradwetter: kein Wind, leicht bewölkt und nicht heiß- dennoch T-Shirt-Wetter. Ich radelte stur nach meinem Guide weiter, überholte unterwegs einen französischen Pensionär, der am Berg strauchelte. Er kam auch vom Nordkap und will mit der Fähre nach Travemünde und von dort weiter nach Frankreich. Zeit war kein Thema für ihn. Weil es so gut bei mir rollte heute, ließ ich mich nicht aufhalten und radelte davon. Immer wieder der Geruch von feuchtem, reifen Getreide. Oft Hafer, auch mal Sonnenblumen - und öfter sah ich heute auch Mähdrescher und Traktoren.
Ich hätte heute noch 20km mehr geschafft. Das Hotel dort reagierte aber leider nicht auf meinen Anruf..Wahrscheinlich wäre es auch zu teuer gewesen. Hier im Hostel zahle ich 50€ für ein Einzelzimmer mit Gemeinschaftsküche und -duschen - inkl. einem einfachen Frühstück im Kühlschrank. Bei mir gsb es zum Abendessen warme Wiener und die Schnittchen, die ich am Morgen zubereitet hatte. Dazu Dosenbier und den üblen, dünnen Rotwein.
Heute müffelte meine Wäsche besonders- deshalb auch wieder große Wäsche. Leider geht hier keine Heizung zum Trocknen. Ich hoffe auf genug Luftzug am offenen Fenster...
22.30 Uhr im Bett - auch das ist früh für mich.

Imatra, hier an der russischen Grenze tost um 18 Uhr das Wasser wie früher hindurch -

zur ukrainischen Nationalhymne statt zu Musik von Sibelius. Ich werde dann längst weiter geradelt sein...

Landschaft. Landwirtschaft, ganz nahe der russischen Grenze 

Irgendwo neben Schotterpisten im Süden...


... die mögen sich

... ich wäre lieber weiter nach St. Petersburg geradelt. 

Friedhof

Kirche

Tor des Glockenturms

Deutsch - extra für mich

nochmal die Kirche in Nuijamaan

... und der Turm

Da rollen die Autos nach Finnland - zur Zeit nur wenige.

Hier entschied ich mich für einen Richtungswechsel zum Hostel in Monola


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