... oder das nördliche Eismeer.
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| Die Barentsee |
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| Blick Richtung Russland |
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| Blick westwärts |
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| Blick vom Strand ins Landesinnere |
Am Abend hatte ich die Barentsee erreicht - das nördliche Eismeer. Ein eisiger Wind kam mir auf den letzten zwei Kilometern entgegen. Es war so ungemütlich, dass ich nicht zelten wollte (ohnehin dort verboten - aber ich wollte nicht gleich weiterradeln. Es blieb Zeit für ein paar Spaziergänge in der Kälte und ein paar doch recht schöne Fotos. Vor einer Schutzhütte gab es eine Feuerstelle und in der Hütte lag Scheitholz und Pappe und Papier zum Anzünden. Ich konnte so ohne Kocher meine einzige Tütensuppe (Erbsen) zubereiten und einen Kaffee machen. In der Hütte suchte ich zwischendurch Zuflucht und machte in einer etwas windgeschützen Ecke links mein Lager für die Nacht bereit. Nach dem Abendessen kroch ich schnell in meinen Schlafsack und legte mich auf die schmale, harte Holzpritsche. Es war durch den schneidenden Wind kalt an Armen und im Gesicht. Und unbequem dazu. Stündlich war ich wach, falls ich überhaupt richtig schlief. Mitternacht war es sogar heller als am verregneten Abend. Aber diese Nacht konnte ich so nicht genießen.
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| Kochstelle an der Barentsee |
Kurz vor sieben Uhr stand ich auf, packte wieder im Nieselregen und radelte los. Gleiche Tour wie gestern - aber heute war sie für mich der erste Tag des Iron-Curtain-Trails, den ich um die 1.900km fahren will.
Außer Nieselregen und Blaubeeren am Wegrand, die wieder meine Hauptmahlzeit waren, gibt es wenig zusätzlich zu berichten. Es war säuisch anstrengend - und zeitweise war ich gezwungen, kurze Pausen zu machen. Außerdem war es lange kaum über 10°C. Zum Nachmittag hin wurde es wieder fast 16°C und es kam sogar die Sonne raus.
Am Supermarkt in Kirkenes gab es endlich ein belegtes Baguette, ein Käsebaguett, Tomaten, eine Banane und Kakaomilch. Das war höchste Zeit zum Essen - weit wäre ich nicht mehr gekommen. Dabei war es erst kurz nach 13 Uhr. Ich entschied mich nach Kirkenes zu fahren und mir ein Zimmer zu nehmen. Unterwegs machte ich einen Stopp im Lokalmuseum - was es von den Samen zu sehen gab, war eher enttäuschend. Dann noch ein Kriegsmuseum über viele Kriege, die Norwegen im Norden erleiden musste. Zuletzt der zweite Weltkrieg, wo die Deutschen maßgeblich stationiert waren. Daher wurde die Stadt auch komplett zerbombt. Weder Kirkenes noch mein Hotel lohnen den Abstecher. Aber die Entspannung tut erst einmal gut. Ein richtiges Bett, eine Dusche etc.
Mein Spaziergang durch die "Stadt" brachte mir zumindest eine Gaskartusche: endlich Kaffee zum Frühstück, falls ich zelte.
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| Am Grenzfluss |
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| Schietwetter am Grenzfluss |
Ich bin jetzt vielleicht näher am Nordpol als zur Heimat. Dass Rom nur 900km weiter als Oslo sein soll, müsste ich mir auf der Karte ansehen...






















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