Ein durchwachsener Tag. Irgendwie ein stetiger Wechsel von Höhen und Tiefen.
Erstmal begann der Tag prima in der Luxusbude. Dann geriet das Frühstücksei zur Eierflockensuppe. Wo ich mich so drauf gefreut hatte, mein Tagesritual wiederzufinden.
Der Kaffee war natürlich gefiltert - und nur die Sahne fehlte. Letztendlich war es dennoch ein ordentliches Frühstück.
Kurz nach 8 Uhr war ich unterwegs, nach 4km wieder am Zeltplatz (der es nun auch getan hätte, da die Nacht regenlos blieb und der Tag wieder sonnig und geradezu heiß).
Ab dann: Berge, Berge, Berge. Dafür war die 843 ab Hossa kaum befahren. Ich war allein mit mir und den Rentieren, die immer wieder auf der Straße entlang liefen. Nicht weit nach Hossa sah ich einen Auerhahn oder ein Birkhuhn fliegen. Jedenfalls hab ich sowas noch nie zuvor fliegen sehen- in Deutschland fast aussichtslos, sowas zu sehen.
Die Berge nervten, die Aussichten auf den Anhöhen waren grandios: Berge, Bergketten. Alles bewaldet, keine Stadt, kein Dorf, kein Haus zu sehen, soweit man blicken konnte. Allenfalls mal eine Lichtung oder ein Gewässer.
Dann hatte ich einen vollen Platten auf dem Hinterrad.
Nicht nur der Schlauch - der ganze Reifen war abgefahren. Entweder hab ich den halbplatt so durchgewalkt oder Ich war in den letzten Tagen unaufmerksam. Zum Glück hab ich Schlauchbund Faltreifen dabei gehabt. Weil das Fahrrad kopfstand, war auch Gelegenheit, Kette und Schaltung etwas zu pflegen.
Dann weiter auf und ab. Noch kurz vor dem Flicken gab's einen kleinen Lebensmittelladen, wo ich mich für den Tag eindeckte.
Unterwegs an einem See gab's einen netten Stopp und Spaziergang zu zwei Vogelbeobachtungstürmen. Einfach eine unendliche Ruhe dort.
Dann wieder Berge und Berge. Auf einer Anhöhe nach etwa 60km machte ich Mittagspause. Grandioser Blick bis Russland und über endlose Wälder. Einsamkeit!
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